Turnfahrt KTV Freienbach

Am Samstag reiste der KTV Freienbach nach Vals. Die Truppe setzte sich aus drei Riegen zusammen und das Wetter versprach Dauerregen. Aber so schlimm sollte es dann doch nicht kommen. Vielleicht lag der Nebel auch so ideal, dass der Regen gar nicht zu sehen war. Nach kurzer Besprechung im Hotel Steinbock machte sich die Turnerschar dem Wintereinbruch zum Trotz an den Aufstieg. Dieser zeigte sich von der steileren und nässeren Seite. Erklärtes Ziel war ein gemütliches Mittagessen in einem Bergrestaurant. Es gelang, auch wenn der Wirt an diesem verregneten Tag nicht mit so vielen Gästen rechnete und ganz schön ins Schwitzen geriet.

Aufgrund des nahenden Schneefalls beschloss das Gros der Truppe den Abstieg mit der Seilbahn. Eine Handvoll Sesshafte trotze dem Sturm und gab sich einem ruhigen Kartenspiel hin. Der Tipp des Wirtes den Nachmittag im Hotel Glenner zu verbringen fand sofort Zuspruch. Drei fuhren mit der Gondel zu Tale. Zwei marschierten zügig direkt ins Dorf, wo  sie geduldig auf die Jasspartner warteten. In der gemütlichen Gaststube wurden sie in einer herzlichen Gastfreundlichkeit bedient, die es verdient erwähnt zu werden.

Die Jüngeren liessen sich in der Therme Vals verwöhnen. Ein Erlebnis war es allemal. Gesünder und hungrig kehrten alle zum Steinbock zurück um Steinbock Capuns zu geniessen. Diese Bündner Spezialität ist tatsächlich eine währschafte Speise. Satt waren bald auch die grössten Esser.

Die Nacht bot pure Erholung. Nur das Rauschen des Valserwassers erklang in der Stille des Dunkels. Relaxt und ausgeruht versammelte sich die Sportgemeinde pünktlich vor dem verschlossenen Restaurant. Mit leichter Verspätung durfte dafür ein sehr reichhaltiges Frühstück genossen werden.

Gestärkt fuhren die Höfner mit der Gondel aufwärts. Der Höhenweg nach Zervreila begeistert im Normalfall durch das herrliche Bergpanorama. Der Nebel sorgte dafür, dass alle gleich viele der markanten Gipfel erkannten. Und der Schnee war ganz nah. Dafür sorgte der mit Wasser gesättigte Moorboden mit seiner Flächenelastizität für eine besonderes Erlebnis. Die Tierwelt passte sich dem Winterwetter an und so gab es Gämsen in tiefen Lagen zu sehen. Die Steinböcke gabs nicht gratis zu betrachten, sie zeigten sich nur denjenigen, die Busbillette kauften. Zu bewundern lohnte sich das Stauwerk des Zervreilasees. Die 150 Meter mächtige Staumauer kam mit seiner Bogenform ganz elegant daher und führte die Wanderer direkt zum Restaurant Zervreila.

Nach dem kurzen Mittagshalt wählten die Turner des KTV Freienbach verschiedene Wege. Die Abfahrt auf den Trottinetts war eher für die Schnellkräftigen gedacht. Das Gleichgewicht halten beim Gleiten auf rutschigen Steinen erfreute die koordinativ Starken. Und das Tunnelfahren war wiederum einem bestimmten Jahrgang vorbehalten.

Pünktlich um drei  trafen sich alle wieder im Steinbock. Packen und Heimreisen war angesagt. Die Rückreise mit dem Zug durch den Grand Canyon der Schweiz sorgte für einen wunderbaren Abschluss. An dieser Stelle ein herzliches Danke an Organisator Ernst Schärer, der das verregnete Wochenende in ein schönes Erlebnis wendete.

 

 

06.09.2017 Paul Hiestand

 

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